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Aktion „Gesicht zeigen!“

Landau 27. März 2026. Die Population der Humboldt-Pinguine wurde in den letzten Jahren u.a. durch das Klimaphänomen El Niño, die hochpathogene Vogelgrippe H5N1, Überfischung, Beifang sowie Störungen an Brutplätzen stark reduziert (1). Aktuell wurde die Vogelgrippe (H5N1) erneut in Chile nachgewiesen. Am 4. März 2026 bestätigte die staatliche Behörde für Landwirtschaft und Viehhaltung (SAG) ihre Existenz bei Wildtieren in der Region Valparaíso. Für Ende des Jahres erwarten Meteorologen einen „Super-El-Niño“. (2) Als wäre dies alles nicht bedrohlich genug, stoppt die neue Regierung von Präsident Kast auch noch die Realisierung des Projektes „Naturdenkmal Humboldt-Pinguin“. Damit entziehen die Verantwortlichen der in ihrer Existenz massiv bedrohten Art möglichen Schutz (siehe “Regierung Kast stoppt ...“ 19. März 2026).

In dieser Extremsituation bitten die NGO Acorema (Peru) und die Stiftung Sphenisco Chile für die Aktion „Gesicht zeigen!" zu werben. Sphenisco bittet deshalb Pinguinfreunde, Partner und Mitglieder anlässlich des Welt-Pinguin-Tages (rund um den 25. April) oder zu einem anderen geeigneten Zeitpunkt die Aktion „Gesicht zeigen!“ unterstützen. 

Vorgehensweise - Was ist zu tun?
1. Präsentation der neuesten Zahlen zum Bestand und der wichtigsten Ursachen des starken Rückgangs bzw. der Ausrottung. In Chile beträgt der Rückgang 63% (Brutpopulation), in Peru 70% (Mauserpopulation) (siehe Poster „Rückgang“ und Poster „Ursachen“, beide Bilder können durch Klick auf den Link heruntergeladen werden).

2. Pinguinfreunde und Unterstützer werden gebeten, sich in einem beschriften Rahmen fotografieren lassen (siehe Foto der Aktion in Biobio). Die Teilnehmer brauchen ihren Namen nicht zu nennen, können dies natürlich tun. Es ist sinnvoll und rechtlich unbedingt erforderlich, die Teilnehmer präzise zu informieren ("Informationen zur Einwilligung" PDF- und "Informationen zur Einwilligung" DOCX-Datei, beide Dokumente können durch Klick auf den Link heruntergeladen werden).

3. Gestaltung des beschrifteten Rahmens
3.1 Kopf- und Fußzeile: „Lasst uns gemeinsam den Humboldt-Pinguin retten!“ und „¡Salvemos juntos al pingüino de Humboldt!“ (einheitlich für alle Teilnehmer).
3.2 Linke und rechte Seite: Informationen der Aktiven vor Ort.

4. Gestaltung und Veröffentlichung der Fotogalerien
4.1 Aus mehreren Bildern (zum Beispiel: 4 Reihen á 5 Fotos oder 3 Reihen á 4 Fotos) Foto-Galerien im Format 4:3 angefertigten.
4.2 Alle Bildtafeln (Format 4:3) an Sphenisco schicken. Der Verein veröffentlicht die Galerien auf seiner Internetseite und leitet sie an Acorema und Sphenisco Chile weiter. Beide Partner veröffentlichen sie auf ihren Internetseiten und/oder auf ihren Accounts bei Facebook und Instagram. Dabei erinnern sie die Verantwortlichen ihres Landes an ihre Pflicht den Humboldt-Pinguin besser zu schützen. Die Aktiven vor Ort können die Galerien natürlich auch auf der eigenen Internetseite und/oder eigenen Accounts veröffentlichen, wenn sie dies in den "Informationen zur Einwilligung“ kenntlich machen.

5. Die Aktiven vor Ort müssen ggf. in den "Informationen zur Einwilligung“ einen (lokal) Verantwortlichen und ggf. zusätzliche Adressen geplanter Veröffentlichungen nennen. Ein Muster der "Informationen zur Einwilligung“ ist beigefügt. Der Entwurf ist mit dem Justiziar der Landesmedienanstalt Rheinland-Pfalz abgestimmt.    

Die Stiftung Sphenisco Chile und die NGO Acorema, Peru, planen die Aktion „Gesicht zeigen!“ am Welt-Pinguin-Tag durchzuführen. In Deutschland haben der Luisenpark Mannheim, der Zoo Krefeld und der Zoo Landau ihre Beteiligung bereits zugesagt. Der Tierpark Hellabrunn, der Zoo Dresden, der Zoo Schwerin und der Tierpark Neumünster begrüßen die Aktion, haben sich aber noch nicht entschieden.

Die Humbold-Pinguine sind in der das Überleben bedrohenden Krise auf mutige Unterstützer und Freunde angewiesen. Lasst uns das Mögliche zu ihrer Rettung tun!

W.K.

Anmerkungen
Zur besseren Lesbarkeit wird in diesem Artikel das generische Maskulinum verwendet. Die im Beitrag verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich – sofern nicht anders kenntlich gemacht – auf alle Geschlechter.

(1) Simeone, A., P. Arce, M. Daigre, U. Ellenberg, T. Mattern. 2026. Größe der Brutpopulation des Humboldt-Pinguins auf Inseln in Nord-Zentralchile (2024/2025). Abschlussbericht Proyecto Sphenisco. Santiago, Chile. 18 S.
(2) Artikel „Population der Humboldt-Pinguine um knapp zwei Drittel reduziert“ vom 25. März 2026 auf dieser Seite.

Hinweis

Alle Bilder sind Eigentum von Sphenisco e.V. bzw. den genannten Fotografen.

Eine Verwendung ist nur nach Rückfrage und Genehmigung zulässig.