Landau 10. August 2026. Von Juli bis September 2025 haben M. Daigre (1), P. Arce (1) und A. Simeone (1,2) im Auftrag von Antarctic Research Trust (ART) (3) die Migration von Humboldt-Pinguinen untersucht. Die Forscher statteten gegen Ende der Brutzeit fünf Pinguine der Brutinsel Cachagua mit Satellittensender aus. Alejandro Simeone beschreibt das Monitoring folgendermaßen:
News
Coquimbo, Landau 12. August 2026.
Seit 2021 führt eine Forschergruppe um Dr. Alejandro Simeone (1) im Auftrag von Sphenisco Forschungen zu Bestand, Bruterfolg und Nahrungssuche des Humboldt Pinguins in Chile durch. Gefördert wird das Projekt von der Artenschutz-Stiftung Zoo Karlsruhe, dem Zoo Dresden und vom Förderverein Tierpark Hagenbeck. Guillermo Luna-Jorquera (2), Nicolás Luna (2) (3), Karen Lau (2), Mylene Seguel (2) (4) haben im August 2026 einen Abschlussbericht hinsichtlich des Bruterfolgs im Zeitraum 2021 bis 2025 vorgelegt. Der Bericht trägt den Titel „Fortpflanzungsverhalten des Humboldt-Pinguins (Spheniscus humboldti) auf den Inseln Chañaral und Choros im Nationalreservat „Pingüino de Humboldt“, Zeitraum 2021–2025“ (siehe PDF-Datei). Die Forscher planen, den Bericht in einer Fachzeitschrift zu veröffentlichen. Im Folgenden werden Auszüge und kurze Kapitel wiedergegeben:
Zusammenfassung
Zwischen 2021 und 2025 haben wir die Brut des Humboldt-Pinguins (Spheniscus humboldti) Nest für Nest auf den beiden Hauptinseln des Nationalreservats Pingüino de Humboldt, Isla Chañaral und Isla Choros, verfolgt. Insgesamt kontrollierten wir 257 Nester, in denen 440 Eier registriert wurden, 343 Küken schlüpften und 305 Küken eine Größe erreichten, die dem Flüggewerden entspricht, also dem Verlassen des Nestes in Richtung Meer.
Karlsruhe, 11. August 2026. Die Insel Choros in Chile ist ein beliebtes Brutgebiet für Humboldt-Pinguine. Einige von ihnen brüten sogar in der Mitte der etwa 500 m breiten Insel. Aufgrund der starken Reliefunterschiede überwinden sie täglich bis zu 300 (!) Höhenmeter, um an die Küste und ins Meer zu gelangen. Schon dieses Beispiel zeigt, wie viel über das Leben von Humboldtpinguinen an den Küsten Chiles und Perus noch zu entdecken gibt.
Genau darum ging es am 5. August bei einem Vortrag von Dr. Thomas Mattern im Karlsruher Zoo. Mattern, der an der University of Otago tätig ist und die Global Penguin Society in Neuseeland vertritt, erforscht verschiedene Pinguinarten und beschäftigt sich im Auftrag von Sphenisco auch intensiv mit Humboldt-Pinguinen. Für alle Interessierten, die nicht persönlich vor Ort dabei sein konnten, wurde der Vortrag zusätzlich online übertragen.
Landau, 3. August 2026
C H I L E
+++Aktion „Gesicht zeigen!“+++
Die Fundación Sphenisco Chile wandte sich Anfang Juni mit einen Schreiben und auch persönlich an politisch Verantwortliche und Öffentlichkeit, um für einen besseren Schutz der Humboldt-Pinguine zu werben. Dabei verwies die Stiftung auf die Aktion „Gesicht zeigen!“ und den Bericht über den Welt-Pinguin-Tag. https://sphenisco.org/es/startseite-es/news-es/welt-pinguin-tag-im-zeichen-der-krise-des-humboldt-pinguins-es
La Serena, Landau 29. Juli 2026.
Es waren die schlimmsten Unwetter in den Regionen Coquimbo und Atacama seit Jahrzehnten. Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben, viele wurden verletzt. Wegen unpassierbarer Straßen und Stromausfällen waren rund 100.000 Menschen tagelang von der Außenwelt abgeschnitten und teilweise länger ohne Trinkwasser. Über tausend Menschen mussten in Notunterkünften untergebracht werden. Die Schäden an Häusern, Straßen und Hafenanlagen sind gewaltig, das ganze Ausmaß läßt sich noch nicht abschätzen. Die Regierung Kast, die den Klimawandel leugnet, sah sich gezwungen, den Notstand ausgerufen und Militär für Rettungsmaßnahmen zu mobilisieren. Obwohl viele Menschen alles verloren haben, will die Regierung den Wiederaufbau nicht finanziell unterstützen.
Landau, 17. Juli 2026. Es ist inzwischen zur Tradition geworden. Die Mitgliederversammlungen von Sphenisco finden kontinuierlich bei hohen Temperaturen statt. Seit Jahren erleben wir dies hautnah im Raum der Zooschule Landau. Unser Vorstand hatte daher allen Grund, sich nach einer Räumlichkeit umzusehen, die vielleicht im Hochsommer auch ohne Klimaanlage etwas Kühle spendet. Mit der Wahl des Gemeindesraums im Servicewohnen des Campus Bethesda, Landau, hat der Vorstand eine gute und richtige Wahl getroffen, verfügte Werner Knauf doch über persönliche Erfahrungen und deshalb den Veranstaltungsort „wärmstens“ empfehlen.
La Serena 14. Juli 2026.
Die Initiative „Literaturwettbewerb“ sammelte Beiträge aus den Provinzen Elqui, Limarí und Choapa und trug so durch Literatur dazu bei, die Wertschätzung und den Schutz eines der bedeutendsten marinen Ökosysteme Chiles und der Welt zu fördern.
Bei einer Pressekonferenz am Montag, 13. Juli, gab die Jury des zweiten Literaturwettbewerbs „Humboldt-Archipel in 110 Wörtern“ die Namen der Gewinner in den Kategorien Kinder, Jugendliche und Erwachsene bekannt.
Landau, 17. Juli 2026.
Am 5. August um 16.00 Uhr referiert Dr. Thomas Mattern im Zoo Karlsruhe zum Thema „Humboldt-Pinguine: eine Art mit Zukunft - wenn wir es wollen“. Der erfahrene neuseeländische Pinguinforscher geht den Fragen nach: Wie geht es den Humboldt-Pinguinen in freier Wildbahn? Welche Gefahren bedrohen die Art – und welche Chancen gibt es noch, ihren Bestand zu sichern?
Landau 15. Juli 2026.
Im Kontext der 12. internationalen Welt-Pinguin-Konferenz in Philipp Island organisieren Pinguinforscher einen „Vor-Workshop“ mit dem Thema „Was funktioniert für gebänderte Pinguine? Wissenschaft in effektiven Schutz für afrikanische und Humboldt-Pinguine umsetzen“. (1)
Unterkategorien
Sphenisco e.V.
Hinweis
Alle Bilder sind Eigentum von Sphenisco e.V. bzw. den genannten Fotografen.
Eine Verwendung ist nur nach Rückfrage und Genehmigung zulässig.