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Die Pinguin-Gemeinde La Higuera ist nicht allein!

La Serena, Landau 29. Juli 2026.

Es waren die schlimmsten Unwetter in den Regionen Coquimbo und Atacama seit Jahrzehnten. Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben, viele wurden verletzt. Wegen unpassierbarer Straßen und Stromausfällen waren rund 100.000 Menschen tagelang von der Außenwelt abgeschnitten und teilweise länger ohne Trinkwasser. Über tausend Menschen mussten in Notunterkünften untergebracht werden. Die Schäden an Häusern, Straßen und Hafenanlagen sind gewaltig, das ganze Ausmaß läßt sich noch nicht abschätzen. Die Regierung Kast, die den Klimawandel leugnet, sah sich gezwungen, den Notstand ausgerufen und Militär für Rettungsmaßnahmen zu mobilisieren. Obwohl viele Menschen alles verloren haben, will die Regierung den Wiederaufbau nicht finanziell unterstützen. 

Während dieses extremen klimatischen Notstandes konzentierte sich die Aufmerksamkeit von Regierung und Medien auf die Städte La Serena und Coquimbo sowie Ortschaften im Elqui-Tal. Die Gemeinde La Higuera (1) war tagelang allein mit der Katastrophe ungekannten Ausmaßes: kein Licht, kein Telefonsignal, kein Internet, zur Neige gehende Kraftstoffe und die einzige Straße, die die Ortschaften von La Higuera mit dem Rest des Landes verbindet, an mehreren Stellen zerstört.

Unwetter und Starkregen trafen auch brütende Humboldt-Pinguine. Ob Nester zerstört und das Brutgeschehen beendet wurde, ist nicht bekannt. Vor dem Unwetter zählten Thomas Mattern und sein Team brütende Pinguine und Nester auf der Insel Pájaros Niños und setzten erfolgreich GPS-Logger ein. Die geplanten Untersuchungen auf den Insel Cachagua und Tilgo konnten dann wegen des Unwetters nicht durchgeführt werden.

La Higuera ist nicht allein!
Mit Verspätung wurde ab dem 25. Juli 2026 Hilfsmaßnahmen für die Gemeinde La Higuera organisiert. Ein Team der selbst betroffenen Stadt Coquimbo brachte unter Führung ihres Bürgermeisters Trinkwasser, Lebensmittel und andere lebensnotwendige Güter. Auch der von der Firma Andes Iron (Projekt Dominga) dominierte Verband der Fischer von La Higuera und die Firma selbst engagierte sich.

Die Fundación Sphenisco Chile bekundete am 23. Juli ihre Solidarität und startete eine Sammelaktion in La Serena: „Was wird benötigt? Wasser, nicht verderbliche Lebensmittel, Hülsenfrüchte (in Dosen), Zucker, Milch, Windeln für Kinder und Erwachsene, Körperpflege- und Reinigungsartikel, Schaufeln und Handschuhe. Jeder Beitrag, so klein er auch erscheinen mag, kann für die Familien, die heute ohne Strom, ohne Mobilfunkempfang und mit Versorgungsengpässen zu kämpfen haben, einen großen Unterschied machen. La Higuera ist nicht allein. Gemeinsam können wir helfen, die Gemeinden wieder auf die Beine zu bringen.“ Inzwischen hat die Stiftung Sphernisco Chile erste Hilfsgüter in die Gemeinde La Higuera gebracht.

Sphenisco unterstützt die Aktion „La Higuera ist nicht allein!“ der Fundación Sphenisco Chile mit einer Geldspende und bittet angesichts der großen Not im Namen der Stiftung Sphenisco Chile um zweckgebundene Spenden. Jeder Beitrag, so klein er auch erscheinen mag, hilft den Betroffenen.
Bankverbindung:


Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V.
Sparkasse Südpfalz
Kennwort „La Higuera“
IBAN: DE98 5485 0010 1700 1393 20

W.K.

Anmerkungen
Zur besseren Lesbarkeit wird in diesem Artikel das generische Maskulinum verwendet.
Die im Beitrag verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich – sofern nicht anders
kenntlich gemacht – auf alle Geschlechter.

(1) (Küsten-)Dörfer der Kommune La Higuera: Caleta Los Hornos, Chungungo, Los Morros, La Higuera, El Trapiche, Punta Colorada, Quebrada Honda, Los Choros und Punta de Choros.

Hinweis

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