Landau 24. Oktober 2026.
Am 1. Dezember beginnt Lisa Kern aus Karlsruhe als Geschäftsführerin in Teilzeit bei Sphenisco. Sie studiert Biologie, Geographie und Pädagogik. Den Bachelor hat sie schon, den Master Abschluss plant sie für 2027. Obwohl jung an Jahren ist sie doch schon eine „alte“ Zoopädagogin und Artenschützerin.
Seit 2018 engagiert sie sich im Zoo Karlsruhe. Erst absolvierte sie ein freiwilliges ökologisches Jahr und dann ein Volontariat in der Zooschule. Seit 2020 führt sie zunächst als Honorarkraft und seit 2025 als Mitarbeiterin in Teilzeit Führungen durch, moderiert Workshops und gestaltet Veranstaltungen. Darüber hinaus beteiligte sie sich an konzeptionellen Arbeiten im Bereich Umweltbildung und Artenschutz.
Seit 2019 setzt sich Lisa Kern für Artenschutz ein. Konkret sammelte sie Erfahrungen im „Waldrappteam-Conservation and Research“ und als Aufzuchthelferin für Kiebitze und Brachvögel bei der Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe. Nach einem Praktikum beim Waldrappteam wurde sie 2022 Ziehmama, zog Küken von Hand auf, schuf soziale Bindungen, prägte die Vögel auf sich. Das Hauptproblem bei der Auswilderung besteht darin, dass Waldrappe Zugvögel sind und Jungvögel den Weg ins Winterquartier von den Eltern lernen müssen. Bei von Menschen aufgezogene Vögeln müssen Zieheltern dieses „Training“ übernehmen. So ist Ziehmama Lisa in einem Ultraleichtflugzeug mit ihren Vogelkindern von Österreich nahe Salzburg in die südliche Toskana geflogen, um ihnen so den Weg ins Winterquartier zu zeigen. Dem Waldrapp-Projekt ist Lisa Kern in verschiedenen Funktionen weiterhin treu geblieben. Von Öffentlichkeitsarbeit sowie dem Helfen bei Handaufzuchten und Auswilderungen, engagiert sie sich heute als ehrenamtliche Rechnungsprüferin im Förderverein des Waldrappteams.
Nach Sorge um und Einsatz für stark bedrohte europäische Vögel wendet sich Lisa Kern nun den bedrohten Humboldt-Pinguine in Chile und Peru zu. Sphenisco, besonders Geschäftsführer und Vorsitzender Werner Knauf, freut sich auf die Zusammenarbeit.
W.K.






