Umweltbildung

Pandemie macht erfinderisch

Landau 8. Mai 2021.

COVID verhindert nicht nur, die Pandemie beflügelt auch. 2020 hat Nicole Bertram (Sphenisco) die „pingutastische“ Aktion „Mutmach-Botschaften“ initiiert. 2021 hatte der Berufsverband der Zootierpfleger e.V. (BdZ) zum Welt-Pinguin-Tag (25. April) eine ungewöhnliche Idee. Der Verband rief seine Mitglieder auf, anlässlich des Ehrentages 2021 Fotos und Videos rund um das Thema "Pinguine" an den Vorstand zu schicken. Viele Tierpfleger machten mit. Für jedes eingesendete Bild, jedes Video hat der BdZ einen kleinen Obolus an SPHENISCO gespendet. Am Schluß wurde die erreichte Summe sogar noch verdoppelt. Ergebnis: das Video „Happy Welt-Pinguin-Tag“ produziert aus den Beiträgen und die stolze Summe von 352 Euro für den Artenschutz. Vielen Dank für so viel Kreativität, Engagement und Wertschätzung der Arbeit von SPHENISCO.

 

W.K.

 

Pandemie macht erfinderisch Pandemie macht erfinderisch Pandemie macht erfinderisch

Umweltbildung trotz Pandemie

- ACOREMA geht neue Wege -

Landau 4. Januar 2021.

Aus Peru erreichten SPHENISCO kurz vor Ende des Jahres gute und schlechte Nachrichten. Die Schlechte zuerst. Die Leiterin des Projektes „Queremos vivir – wir wollen leben“ Milagros Ormeño B. und fast ihre ganze Familie war mit Covid 19 infiziert. Die Verläufe waren sehr unterschiedlich. Milagros selbst war mehr als 2 Wochen schwer beeinträchtigt. Sie mußte allerdings nicht ins Krankenhaus, ihre Schwiegermutter schon. Inzwischen haben sie und die betroffenen Familienmitglieder, auch ihre Eltern, das Schlimmste überstanden. Ihre kleine Tochter Mikayla und ihr Mann Helbert hatten sich nicht infiziert.

Die gute Nachricht betrifft das Projekt „Queremos vivir – wir wollen leben“. Auch in Peru konnten in Folge der Pandemie Kinder nicht rausgehen, um mit ihren Freunden zu spielen. Natürlich konnten sie auch die Schule nicht besuchen. Für Eltern und Kinder eine ganz schwierige Zeit. Viele verfügen nicht über die nötigen technologischen Hilfsmittel wie Laptops, Mobiltelefone, Internet, um Programme wie „Zoom“ oder „Meet“ nutzen zu können. Hinzu kommt, dass in einigen Familien zwei oder mehr Kinder leben, die zur gleichen Zeit Unterricht haben.

Für Lehrer und Eltern war es schwierig, sich auf diese neue Realität einzustellen. Allerdings förderte das Bildungsministerium die Initiative "Ich lerne zu Hause". So konnte zu unterschiedlichen Zeiten über Radio, Fernsehen und Internet unterrichtet werden. In diesem Fernunterricht wurde versucht, unverzichtbare Lerninhalte zu vermitteln. Das Notprogramm wurde ergänzt durch Sitzungen zur emotionalen Unterstützung der Familien.

In diesem neuen und schwierigen Szenario hat ACOREMA die Umweltbildung an den Schulen auf ganz neuen Wegen fortgesetzt, in Abstimmung mit Schulleitern und Lehrern über Natur und Umwelt aufzuklären. Zunächst wurde der Schulbehörde und Lehrern via „Zoom“ die Bildungs-Initiative vorgestellt. Dabei wurden Informationen präsentiert und Strategien entwickelt, die mit den Realitäten der Familien vereinbar sind.

Die Kinder reagierten unglaublich positiv auf die Angebote der Umweltbildung, einschließlich der Jüngsten (3 bis 6 Jahre). Die Resonanz zeigte, dass im Heimunterricht mit wenigen Mitteln Erstaunliches erreicht werden kann. Dies gilt selbst unter den extrem schwierigen Bedingungen der Pandemie, die mit so viel Negativem verbunden sind. Besonders erfreulich, dass sich sogar Eltern der Initiative anschlossen, indem sie mit ihren Kindern agierten, die Botschaft hörbar machten und wiederholten. Erneut konnte ACOREMA mit großem Engagement und großer Flexibilität Hindernisse überwinden und so viel erreichen.

Für die Webportale der Kommunen wurden entwickelte ACOREMA Materialien. Mit virtuellen Infografiken wurde vor allem über die Verschmutzung des Meeres informiert. Schwerpunkt der Kampagne war das Thema „Plastik im Meer“. Ein Problem, das sich in der „neuen Realität“ durch die massenhafte Nutzung von Masken und Handschuhen, die anschließend im Meer landen, enorm verschärft hat.

Aktuell, in den Sommermonaten, konzentriert ACOREMA sich auf die Gestaltung einer neuen Broschüre, plant und koordiniert Aktionen für das neue Schuljahr, das im März beginnt.

Natürlich konnte Señora Milagros und ihr kleines Team leider einige Vorhaben nicht realisieren. Zur Zeit arbeitet die Gruppe daran, dies, sofern die Bedingungen das erlauben, nachzuholen. Unter den Bedingungen der Pandemie war und ist es aber z.B. nicht möglich, die Ferien-Workshops für die Kinder von Fischern in Tambo de Mora (Chincha) und San Andrés (Pisco) durchzuführen. ACOREMA hofft, dass die Workshops 2022 wieder stattfinden können. Um den Verlust zu kompensieren, arbeitet ACOREMA an alternativen Angeboten (Fortschrittsbericht in voller Länge siehe PDF-Datei).

Fortschrittsbericht

W.K.

 

Lockdown Lockdown Lockdown

Wir wollen leben - Umweltbildung in Ica, Südperu

Landau 11. Juni 2020

Ica Ica

Seit 10 Jahren organisiert und gestaltet Acorema Programme zur Umweltbildung im Auftrag von SPHENISCO. Begonnen hat die peruanische NGO ihre Kampagnen beim Reserva Nacional de Paracas (UNESCO Weltnaturerbe) in der Nähe von Pisco, Südperu. Inzwischen hat sie ihre Bildungsarbeit auf Regionen bei anderen wichtigen Brutgebieten wie das Reserva Nacional San Fernando und San Juan de Marcona in der Provinz Ica ausgeweitet. In der langen Zusammenarbeit überrascht Acorema immer wieder mit neuen Medien, die nicht nur inhaltlich hochwertig sondern auch wunderschön gestaltetet sind. Aktuell mußten Milagros Ormeño B. und ihre Mitstreiter die Arbeit wegen der Pandemie leider unterbrechen. Es ist geplant sie so bald wie möglich wiederaufzunehmen.

In dem kleinen Film https://vimeo.com/426299013 berichtet Gabriele Knauf über die Arbeit in den Jahren 2017-2019. Der Beitrag ist Teil der Berichterstattung bzw. der Vorbereitung der Mitgliederversammlung von SPHENISCO am 27. Juni 2020, die als Videokonferenz gestaltet wird.

Acorema 2018

Landau 6. Juli 2018.
 
AcoremaSeit 2010 kooperiert Sphenisco mit der peruanischen NGO Acorema. Seither führen die Peruaner regelmässig im Auftrag von Sphenisco Bildungskampagnen durch unter dem Motto „Queremos vivir – wir wollen leben“. Die Arbeit war zunächst auf die Region Pisco/Paracas beschränkt, wurde in den letzten Jahren auf die Region Chincha und zuletzt auf die Region Nazca erweitert. Markenzeichen der Arbeit war von Anfang an die intensive Kooperation mit Schulen und Vorschulen, die Aktionen auf öffentlichen Plätzen, die Gespräche mit Kleinfischern Vorort, die Ferienworkshops und die hochwertigen Medien wie z.B. Flyer, Maskottchen Pisko, Puppentheater usw.. Die Medien sind nicht nur informativ und ansprechend, sondern vor allem perfekt auf die jeweiligen Zielgruppen abgestimmt. Basis der Arbeit war und ist die über viele Jahre gewachsene intensive Vernetzung mit Schulen, Kommunen, dem Nationalpark Paracas und Kleinfischerorganisationen.

Das Meer säubern  mit dem Humboldt-Pinguin

Landau 29. Juni 2017.

Seit 2010 arbeiten die peruanische NGO und Sphenisco zusammen. Ziel des Projektes ist es, die lokale Bevölkerung in der Region Pisco / Paracas für Umweltprobleme zu sensibilisieren. Zielgruppe sind vor allem Fischer und Kinder. Dazu geht Acorema in Schulen, arbeitet aber auch viel im öffentlichen Raum, in Häfen, Dörfern und auf Plätzen. Das Projekt lebt von Kontinuität und Konstanz, insofern wiederholen sich viele Aktivitäten in den Jahresprogrammen, Unterricht in Schulen, Puppentheater, Ferien-Workshops u.s.w.. Bei unseren Besuchen (2012, 2014, 2016) waren wir sehr beeindruckt vom Engagement und von der fachlichen sowie pädagogischen Kompetenz von Señora Milagros und Señor Helberth, den beiden Biologen von Acorema, die die Kampagnen durchführen. Das hohe Niveau zeigt sich in den Medien zur Umweltbildung, die sehr gut auf die Bedürfnisse und Bedingungen in dieser Region von Peru zugeschnitten sind.

   
© SPHENISCO

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