News

Pro Humboldt-Pinguine

- viele Menschen fordern Meeresschutzzone in Nordchile -

Landau 2. November 2017.

Die Petition „Dringend: Ein Schutzgebiet für Pinguine in Chile“ ist abgeschlossen. 139.475 Menschen haben die Forderung von „Rettet den Regenwald“ und Sphenisco unterstützt, eine Meeresschutzzone in Nordchile einzurichten, um die Hauptbrutgebiete der Humboldt-Pinguine endlich wirkungsvoll zu schützen. Die Unterschriftenaktion stand auch im Zentrum des Welt-Pinguin-Tages im Frühjahr und der Aktivitäten unserer Mitarbeiterin Nancy Duman auf dem 4. Internationalen Kongress für Meeresschutzzonen in Coquimbo / La Serena.

Durch die Kampagne konnten weltweit sehr viele Menschen erreicht werden. Trotz aller Erfolge sind die Brutgebiete aber weiter extrem gefährdet. Sphenisco und seine chilenischen Partner haben in den vergangenen Monaten Politik und Öffentlichkeit in Chile erfolgreich auf das Problem aufmerksam gemacht. Die Protestaktionen haben dazu beigetragen, dass die regionale und nationale Regierung den Bau des Hafens der Firma Andes Iron abgelehnt hat. Beim Welt-Pinguin-Tag ist es gelungen, neue Mitstreiter zu gewinnen, darunter auch der Zoo in Santiago de Chile. So weit wir wissen, waren nicht nur in Chile und Deutschland Pinguin-Freunde aktiv, sondern auch in Peru, Neuseeland, England und Luxemburg. In Deutschland beteiligten sich zahlreiche Vogelparks, Tiergärten und Zoos (Bernburg, Bochum, Bremerhaven, Dresden, Frankfurt, Hagenbeck in Hamburg, Halle, Hoyerswerda, Karlsruhe, Krefeld, Landau, Lübbenau, Mannheim, Marlow, Neumünster, Neuwied, Osnabrück, Saarbrücken, Zittau).

Dieses breite Engagement hat es möglich gemacht, online die erwähnten 139.375 Unterschriften zu sammeln. Unsere Mitarbeiterin Nancy Duman hat die Unterschriften zusammen mit den 219.143 vom vergangenen Jahr an die Verantwortlichen, den Präsidenten der Regionalregierung, Claudio Ibáñez und an die Präsidentin Bachelet übergeben. Bei den Aktionen haben Pinguin-Freunde in aller Welt viel Phantasie und Einsatz bewiesen, über die wir gerne breiter berichten würden. Leider erreichen uns nur selten die nötigen Informationen und Bilder. Jetzt haben wir über ein Projekt im Vogelpark Marlow etwas mehr erfahren:

Die Handwerker des Vogelparks bauten einen kleinen Infostand in die Pinguinanlage mit Flyerhalter, Schreibfläche und Spendenkasten. Bei schönem Wetter war der Stand für die Besucher zugänglich. Bei schlechtem Wetter wurde die Unterschriftenliste und der Flyerständer in einem Tunnel vor den Scheiben des Pinguin-Beckens aufgestellt. Die Besucher konnten dann im Trockenen unterschreiben, allerdings nicht direkt angesprochen werden. 3.614 Personen haben den Appell an Präsidentin Bachelet unterschrieben, viele haben auch für den Schutz gespendet. An Schönwettertagen betreute ein Lehrling den Stand zusätzlich für 30 bis 60 Minuten. Er informierte dann über Bedrohung und Schutz und bot den Besuchern die Möglichkeit, den Tieren - gegen eine kleine Spende - einen Futterfisch zu geben. Gerne hätte der Vogelpark den Stand über längere Zeiträume, besonders in den Ferien kontinuierlich betreut. Mit dem Ergebnis war man in Marlow dennoch zufrieden und will die Aktion im kommenden Jahr wiederholen.

Sphenisco ist auch sehr zufrieden. Danke an den Vogelpark – besonders an die beteiligten Lehrlinge - für den Berg von Unterschriften und die Spenden. Dank auch an alle anderen Pinguin-Freunde, die bei ihren Aktionen in Deutschland zusätzlich zur Online-Petition über 6.000 Unterschriften auf Papier gesammelt haben. Im Januar bei unserem Besuch in Chile werden wir die Unterschriften öffentlichkeitswirksam übergeben. Die Chilenen werden sich wundern, dass es im fernen Deutschland an für sie unbekannten Orten so viele Pinguin-Freunde gibt.


W.K.

Workshop Pinguinpflege

Bernburg 4. Juli 2017.

Vom 10. bis 13. November veranstaltet der Berufsverband der Zootierpfleger (BdZ) gemeinsam mit Sphenisco in Bernburg (Sachsen-Anhalt) einen Workshop “Pinguinpflege”. Damit realisieren die beiden Vereine zum ersten Mal einen speziellen Erfahrungsaustausch über eine Gruppe von Vögeln. Das Seminar beschäftigt sich mit Fragen der Haltung sowie dem Populations-Management im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) (Programm s. PDF-Datei). Initiiert hat den Workshop Jeannine Schützendübe, sie organisiert und gestaltet auch die Veranstaltung in Bernburg.
Seit 1. Juli sind Anmeldungen über den Berufsverband der Zootierpfleger (BdZ) möglich.
 
W.K.

JaennickeHannes Jaenicke setzt sich für Humboldt-Pinguine ein

Der bekannte Schauspieler Hannes Jaenicke setzt sich für Humboldt-Pinguine ein. Auf Bitte von Sphenisco appelliert er an Präsidentin Bachelet die Küsten- und Meeresregion "La Higuera-Isla Chañaral" in der Region Coquimbo unter Schutz zu stellen und als Weltnaturerbe anerkennen zu lassen. Auf seinen Facebookseite bittet er seine Follower (rund 95.000) die Online-Petition „Schützt die Heimat der Humboldt-Pinguine!“ zu unterstützen und zu teilen: „Mit der Unterzeichnung dieser Petition könnt ihr dem "Sphenisco - Schutz des Humboldt-Pinguins e.V" und Rettet den Regenwald dabei helfen, einen der weltweit 35 Hotspots der Artenvielfalt und gleichermaßen der Heimat des Humboldt-Pinguins zu erhalten. Ich bin dankbar für jeden, der uns unterstützt!“

Sphenisco dankt im Namen der Humboldt-Pinguine dem engagierten Tierfreund und Naturschützer.

Kurz notiert - Mitgliederversammlung 2017

Landau 28. Juni 2017.

MitgliederversammlungZum Jahrestreffen und Mitgliederversammlung am 24. Juni kamen 23 Personen in die Landauer Zooschule. Sie informierten sich über die aktuelle Entwicklung in Nordchile, laufende Projekte und berieten die Pläne für das kommende Jahr. Die erfolgreiche Arbeit von Nancy Duman gegen die Häfen und für eine Meeresschutzzone in Nordchile lösten natürlich noch einmal große Begeisterung aus. Aber auch die vielen anderen Aktivitäten fanden viel Lob und Anerkennung. Viele, auch die handelnden Personen selbst waren überrascht wie aktiv die Mitglieder im zurückliegenden Jahr waren. Erfreulicher Weise stellte sich der alte Vorstand (Gabriele Knauf, Dr. Christina Schubert, Klaus Blumer) sowie die Kassenprüfer (Susanne Janz, Reinhold Knauber) wieder zur Wahl. „Einstimmig bei einer Enthaltung“ lautet das Votum der Mitglieder bei allen zu besetzenden Positionen.

Erfreulicher Weise lebt das spezielle „Fluidum“, der „Sphenisco-Spirit“ weiter: Marc Fälker schrieb nach dem Treffen: „Unsere Sphenisco-Familie ist echt der Hammer. Danke, dass es euch gibt, und ich in unserem Verein dabei sein darf. Es macht mich glücklich, mit solch tollen Menschen an meiner Seite, für meine absolute Leidenschaft einzutreten. In diesem Sinne, gute Nacht und schlaft gut!“ Oder Birgit und Peter Roth: „Wir sind auch noch ganz beseelt vom Wochenende. Marc und Gabriele haben es schon so schön geschrieben, das könnten wir nicht besser sagen. Wir fühlen uns rundum wohl unter so engagierten und liebenswerten Menschen. … Und natürlich Danke das Sphenisco ins Leben gerufen wurde, wir dazu stoßen durften, um Teil einer so tollen Gemeinschaft zu werden.“

Gestärkt, mit guten, kreativen Ideen und dem Plan den 10. Geburtstag von Sphenisco 2018 gebührend zu feiern, verabschiedeten sich die Sphenisciden von Landau.

W.K.

Mitgliederversammlung Mitgliederversammlung Mitgliederversammlung

Das Meer säubern  mit dem Humboldt-Pinguin

Landau 29. Juni 2017.

Seit 2010 arbeiten die peruanische NGO und Sphenisco zusammen. Ziel des Projektes ist es, die lokale Bevölkerung in der Region Pisco / Paracas für Umweltprobleme zu sensibilisieren. Zielgruppe sind vor allem Fischer und Kinder. Dazu geht Acorema in Schulen, arbeitet aber auch viel im öffentlichen Raum, in Häfen, Dörfern und auf Plätzen. Das Projekt lebt von Kontinuität und Konstanz, insofern wiederholen sich viele Aktivitäten in den Jahresprogrammen, Unterricht in Schulen, Puppentheater, Ferien-Workshops u.s.w.. Bei unseren Besuchen (2012, 2014, 2016) waren wir sehr beeindruckt vom Engagement und von der fachlichen sowie pädagogischen Kompetenz von Señora Milagros und Señor Helberth, den beiden Biologen von Acorema, die die Kampagnen durchführen. Das hohe Niveau zeigt sich in den Medien zur Umweltbildung, die sehr gut auf die Bedürfnisse und Bedingungen in dieser Region von Peru zugeschnitten sind.
Im Laufe der Jahre hat Acorema seinen Aktionskreis erweitert und ist an neuen Orten aktiv geworden, in Chincha Alta - 34 Km entfernt- und im rund 300 Km entfernten San Juan de Marcona. Damit ist Acorema heute in allen Regionen mit wichtigen Brutkolonien Perus aktiv.
Auch inhaltlich wurden die Bildungsprogramme modifiziert. So hat Acorema frühzeitig das Müllproblem aufgegriffen, sowohl die Vermüllung des Meeres, als auch die der Stadt. Aktuell führt Acorema unter dem Motto „Müllbeseitigen mit dem HP!“ Kampagnen durch, wie immer mit comicartigen Broschüren und Plakaten, wie immer auch super vernetzt. So wurden beim Müllproblem, die Müllmänner u. -frauen der Gemeinden einbezogen, geschult und dabei herausgearbeitet, welch wichtige Rolle bzw. Aufgabe die Gemeindearbeiter haben. Mit dem Erfolg, dass die Gemeindearbeiter sich aktiv an der Kampagne beteiligten. Dazu passend wurden Würfelspiele für Kinder entwickelt: „Das Meer säubern mit dem Humboldt-Pinguin“ oder „Helfen wir Papa Pinguin in die Kolonie zu kommen, damit er seine Jungen füttern kann“. Diese Spiele stellte Acorema bereits 2014 auf der Welt-Klima-Konferenz in Lima vor.

Am Welt-Pinguin-Tag dieses Jahr war Acorema an 3 Orten aktiv – in Pisco, Paracas und in San Juan de Marcona.

Unabhängig von Sphenisco führt Acorema regelmässig Zählungen auf den Brutinseln in der Region Pisco / Paracas durch.

W.K.

Acorema Acorema Acorema Acorema Acorema Acorema Acorema Acorema Acorema

Welt-Pinguin-Tag 2017

Landau 6. Juni 2017.

WeltpinguintagWeltpinguintagDer Welt-Pinguin-Tag am 25. April entwickelt sich. Das Wetter war an vielen Orten in Deutschland deutlich besser als im vergangenen Jahr und die Regionalregierung Coquimbo motivierte die Pinguin-Freunde in aller Welt zusätzlich. Am 9. März entschied sie, das Projekt Dominga mit dem Hafen in Totoralillo Norte abzulehnen und votierte so auch für den Schutz der Brutgebiete des Humboldt-Pinguins in Nordchile (s.a. Erneut siegt David gegen Goliath).

Im Mittelpunkt der  internationalen Aktionen anlässlich des Welt-Pinguin-Tags stand die Petition „Schützt die Heimat der Humboldt-Pinguine“ von „Rettet den Regenwald“. Mit der Petition soll eine Meeresschutzzone und die Anerkennung der wertvollen Meeresregion als Weltnaturerbe durchgesetzt werden. Die Mobilisierung durch Jeannine Schützendübe und den Vorstand war noch erfolgreicher wie als im vergangenen Jahr. Erstmals veranstaltete der Zoo Santiago eine ganze Aktionswoche, die von Nancy Duman, Sphenisco e.V. unterstützt wurde. Acorema (Partner-NGO) in Peru organisierte diesmal gleich an 3 Orten - in Paracas, Pisco und San Juan de Marcona - Aktionen. So weit wir wissen, waren auch Freunde in Neuseeland, England und Luxemburg aktiv. In Deutschland durften sich die kleinen und großen Besucher in Vogelparks, Tiergärten und Zoos (Bernburg, Bochum, Bremerhaven, Dresden, Frankfurt, Hagenbeck Hamburg, Halle, Karlsruhe, Krefeld, Landau, Lübbenau, Mannheim, Marlow, Neuwied, Osnabrück , Saarbrücken) auf ganz unterschiedliche und vielfältige Angebote freuen. An der Universität Landau sammelte die Umweltgruppe Unterschriften und verteilte Pinguin-Plätzchen (s.a. Fotos bei Facebook Landauer Zoo (https://www.facebook.com).

Die Veranstalter berichteten von guter Resonanz, die Petition hat aktuell Online 119.552 Unterstützer, 417 Unterschriften auf Papier haben uns schon erreicht, weitere stehen noch aus, wie letztes Jahr wurde bei den Veranstaltungen grosszügig für die Artenschutz-Arbeit gespendet, dazu kamen dieses Mal ungewöhnlich viele Überweisungen von Einzelpersonen. Aus dem Experiment „Welt-Pinguin-Tag“ scheint eine erfolgreiche Veranstaltung zu werden.

W.K.

   
© SPHENISCO