Umweltbildung

Acorema 2018

Landau 6. Juli 2018.
 
AcoremaSeit 2010 kooperiert Sphenisco mit der peruanischen NGO Acorema. Seither führen die Peruaner regelmässig im Auftrag von Sphenisco Bildungskampagnen durch unter dem Motto „Queremos vivir – wir wollen leben“. Die Arbeit war zunächst auf die Region Pisco/Paracas beschränkt, wurde in den letzten Jahren auf die Region Chincha und zuletzt auf die Region Nazca erweitert. Markenzeichen der Arbeit war von Anfang an die intensive Kooperation mit Schulen und Vorschulen, die Aktionen auf öffentlichen Plätzen, die Gespräche mit Kleinfischern Vorort, die Ferienworkshops und die hochwertigen Medien wie z.B. Flyer, Maskottchen Pisko, Puppentheater usw.. Die Medien sind nicht nur informativ und ansprechend, sondern vor allem perfekt auf die jeweiligen Zielgruppen abgestimmt. Basis der Arbeit war und ist die über viele Jahre gewachsene intensive Vernetzung mit Schulen, Kommunen, dem Nationalpark Paracas und Kleinfischerorganisationen.
Im zurückliegenden Jahr hat Acorema seinen Wirkungsbereich erneut erweitert und ist jetzt auch in der Region Nazca tätig, um für den Schutz des „Reserva Nacional San Fernando“ zu sensibilisieren, einem Gebiet mit hoher Biodiversität und einer bedeutenden Humboldtpinguin Brutkolonie. An 8 Schulen wurden bereits 871 Schüler und 37 Lehrer erreicht. Acorema hat die Medien wie Flyer, Maskottchen (Fernando statt Pisko) und Lehrbuch für Lehrer usw. an die neuen Gegebenheiten angepasst.
 
 In den Regionen Pisco/Paracas u. Chincha war ein Schwerpunkt der Arbeit das Thema „Müll“, speziell Plastikmüll. Mit 7 Schulen wurden Strände gereinigt und mit den Kindern auf höchst kreative Weise aus dem Müll Gebrauchsgegenstände wie Spielsachen oder Blumenampeln geschaffen. Durch die gute Zusammenarbeit mit den Entsorgungsbetrieben wirbt Acorema inzwischen auf Müllfahrzeugen und -tonnen für Müllvermeidung und warnt vor den Gefahren des Plastikmülls.
 
Insgesamt konnte Acorema im letzten Jahr 6.800 Menschen für Umweltprobleme sensibilisieren, die kleine Bilder-Strecke illustriert ganz gut die Arbeit der peruanischen NGO.
W.K.

 

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Das Meer säubern  mit dem Humboldt-Pinguin

Landau 29. Juni 2017.

Seit 2010 arbeiten die peruanische NGO und Sphenisco zusammen. Ziel des Projektes ist es, die lokale Bevölkerung in der Region Pisco / Paracas für Umweltprobleme zu sensibilisieren. Zielgruppe sind vor allem Fischer und Kinder. Dazu geht Acorema in Schulen, arbeitet aber auch viel im öffentlichen Raum, in Häfen, Dörfern und auf Plätzen. Das Projekt lebt von Kontinuität und Konstanz, insofern wiederholen sich viele Aktivitäten in den Jahresprogrammen, Unterricht in Schulen, Puppentheater, Ferien-Workshops u.s.w.. Bei unseren Besuchen (2012, 2014, 2016) waren wir sehr beeindruckt vom Engagement und von der fachlichen sowie pädagogischen Kompetenz von Señora Milagros und Señor Helberth, den beiden Biologen von Acorema, die die Kampagnen durchführen. Das hohe Niveau zeigt sich in den Medien zur Umweltbildung, die sehr gut auf die Bedürfnisse und Bedingungen in dieser Region von Peru zugeschnitten sind.
Im Laufe der Jahre hat Acorema seinen Aktionskreis erweitert und ist an neuen Orten aktiv geworden, in Chincha Alta - 34 Km entfernt- und im rund 300 Km entfernten San Juan de Marcona. Damit ist Acorema heute in allen Regionen mit wichtigen Brutkolonien Perus aktiv.
Auch inhaltlich wurden die Bildungsprogramme modifiziert. So hat Acorema frühzeitig das Müllproblem aufgegriffen, sowohl die Vermüllung des Meeres, als auch die der Stadt. Aktuell führt Acorema unter dem Motto „Müllbeseitigen mit dem HP!“ Kampagnen durch, wie immer mit comicartigen Broschüren und Plakaten, wie immer auch super vernetzt. So wurden beim Müllproblem, die Müllmänner u. -frauen der Gemeinden einbezogen, geschult und dabei herausgearbeitet, welch wichtige Rolle bzw. Aufgabe die Gemeindearbeiter haben. Mit dem Erfolg, dass die Gemeindearbeiter sich aktiv an der Kampagne beteiligten. Dazu passend wurden Würfelspiele für Kinder entwickelt: „Das Meer säubern mit dem Humboldt-Pinguin“ oder „Helfen wir Papa Pinguin in die Kolonie zu kommen, damit er seine Jungen füttern kann“. Diese Spiele stellte Acorema bereits 2014 auf der Welt-Klima-Konferenz in Lima vor.

Am Welt-Pinguin-Tag dieses Jahr war Acorema an 3 Orten aktiv – in Pisco, Paracas und in San Juan de Marcona.

Unabhängig von Sphenisco führt Acorema regelmässig Zählungen auf den Brutinseln in der Region Pisco / Paracas durch.

W.K.

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5 Jahre Umweltbildung in Peru

An der Mitglieder-Versammlung am 27. Juni in Landau nahmen rund 20 Mitglieder teil. Sie informierten sich gründlich über laufende Projekte und Aktivitäten in Südamerika und Europa. Während der  Diskussionen und Planungen entstand wieder das spezielle „Sphenisco-Fluidum“. Der folgende Artikel fasst Berichte und Ergebnisse bezüglich der „Arbeit in Peru“ kurz zusammen.

Landau 27. Juni 2015. Werner Knauf berichtete über die Kooperation mit Acorema. Seit 5 Jahren arbeiten die peruanische NGO und Sphenisco zusammen. Aktuell läuft die 5. Kampagne. Kampagne heisst, Acorema macht in der Region Pisco / Paracas, Peru Umweltbildung in Schulen und in der Öffentlichkeit mit dem Schwerpunkt bei heimischen Fischer-Familien (s.a. Projekte Peru, Artikel „Para la vida - 5 Aktionen für das Leben in 4 Tagen“ vom 26. Februar 2014). Bei Besuchen 2012 und 2014 waren wir sehr beeindruckt vom Engagement und von der fachlichen sowie pädagogischen Kompetenz von Señora

Milagros und Señor Helberth, den beiden Biologen von Acorema, die die Kampagnen durchführen. Das hohe Niveau zeigt sich in den Medien zur Umweltbildung, die sehr gut auf die Bedürfnisse und Bedingungen in dieser Region von Peru zugeschnitten sind. Kompetenz und Engagement zeigen sich aber auch darin, dass Jahr für Jahr neue Ideen, neue Elemente und Themen umgesetzt werden.

Acorema führt, unabhängig von der Arbeit für Sphenisco, regelmässig Zählungen auf den Brutinseln in der Region Pisco / Paracas durch. Der Zoo San Louis, USA lässt ebenfalls regelmässig Zählungen in der Region Marcona / Pt. San Juan durchführen. Somit werden die Bestände der grössten Kolonien in Peru regelmässig erfasst. Die letzten Zählungen zeigen erfreulicherweise, dass die Anzahl der Brutpaare zugenommen hat.

W.K.

Para la vida - 5 Aktionen für das Leben in 4 Tagen

Pisco/Paracas 26. Februar 2014.

DPara La Vidaonnerstag 17.00 Uhr. Am Dorfplatz, der „Plazuela“ von Santa Cruz – Nähe Pisco – hat die Gemeinde einen Pavilion mit Lautsprechern und ein paar Tischen aufgebaut. Mitarbeiter und Volontäre des Nationalparks Paracas (Reserva Nacional de Paracas) bauen eine Bühne für Puppentheater auf. Die ersten Kinder sind schon da und beginnen an den Tischen zu malen. Señora Patricia Saravia vom Nationalpark und Señora Milagros Ormeño von Acorema danken der Gemeinde für die Unterstützung und stellen ihre Arbeit und das heutige Programm vor. Dann ertönt Musik aus den Lautsprechern, populäre Lieder wie „El Condor pasa“. Es kommen immer mehr Kinder, Mütter, junge und ältere Frauen. Einige Männer sind auch da, bleiben aber im Hintergrund. Die Tische reichen nicht. Das kann die Kinder nicht aufhalten. Schließlich wird überall und in allen Körperhaltungen gemalt, auf den Bänken des Platzes, auf den Platten des Bürgersteigs, im Sitzen auf der Wiese. Bilder von Tieren wie Condor und Flamingo werden ausgemalt, Rätsel „wie kann der Pinguin die Gefahren auf dem Weg zu seiner Brutinsel umgehen“ werden gelöst und kleine Texte verfasst, wie man den Pinguinen helfen will. Mitarbeiter und Volontäre helfen und erklären, verteilen Vorlagen und ein Heftchen mit einer Bildgeschichte über den Humboldt-Pinguin. Die Mütter schauen kritisch oder stolz auf die „Werke“ ihrer Kleinen, manche greifen korrigierend ein oder beginnen sogar selbst zu malen. Peruanische Kinder sind meist zurückhaltend. Einige zeigen dennoch strahlend ihre Bilder herum, alle lassen sich stolz mit ihren Werken vor der Info-Tafel des Naturparks fotografieren.

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Umweltbildung in Fischerdörfern

Seit 2011 arbeitet Acorema in Südperu

Landau, 16. Januar 2014.

Seit Ende 2011 arbeitet Sphenisco gemeinsam mit der NGO Acorema für den Naturschutz in Peru. Seither sind Senora Milagros Ormeno, Senor Herbert Anenante H. und das Maskottchen Pisko in Fischerdörfern der Region Pisco (Südperu) unterwegs, um in der Öffentlichkeit und in Schulen über Natur und wertvollen Lebensräume von Humboldt-Pinguinen, Delfinen und anderen Meerestieren zu informieren und für ihren Schutz zu werben.

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