Alexa's Besuch in Zittau

Liebe Freundinnen und Freunde,

nun möchte ich mich endlich einmal wieder zu Wort melden: In den vergangenen Wochen war ich im Tierpark Zittau und ich habe eine soooo schöne Zeit dort verbracht! Die Kinder waren ganz eifrig und haben sich sehr viel mit mir beschäftigt und dabei sehr viel über mich und meine Artgenossen erfahren. Besonders schön war es für mich auch, wieder einmal mit anderen Tieren zusammen zu sein, besonders die Lamas im Tierpark hatten es mir angetan, aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte...

Leider bin ich ja etwas tolpatschig und tue mich etwas schwer mit dem Schreiben, deswegen bin ich ganz glücklich, dass die Kinder so ausführlich Tagebuch über meinen Besuch geführt haben, so dass ich euch heute einen ganz ausführlichen Bericht liefern kann:

"Alexa ist im April 2011 zu uns in den Tierpark nach Zittau (in Sachsen) gereist gekommen. Wir sind ca. 15 Kinder einer Tierpark - Arbeitsgemeinschaft. Wir kommen in den Tierpark nach Zittau, weil wir hier immer viel über die Tiere lernen und manchmal etwas mit ihnen machen dürfen. Unsere Leiterin Doris hat extra für uns Alexa hierher zu uns eingeladen. Da wir immer nur zwei Stunden im Tierpark sind, haben wir zwei Termine genutzt, um Alexa näher kennenzulernen. Beim ersten Mal, am 10.05.2011 haben wir als Einleitung zuerst den Film zu Pinguin Einsteins Jugend im Zoo gesehen. Das war lustig, denn auch im Tierpark Zittau leben Humboldtpinguine, so dass wir immer vergleichen konnten. Wir durften dann direkt auch bei einer Fütterung mit helfen und die Tierpflegerin hat uns gleich ganz viel zur Lebensweise, dem Futter und den Lebensbedingungen der Pinguine erzählt. Schon beim Füttern haben wir gesehen, dass nicht ein Pinguin dem anderen gleicht. Aber Doris hat uns dann die Aufgabe gegeben, bestimmte Pinguine ganz genau anzuschauen und einen Steckbrief anzufertigen. Unter vielen riesigen Fotos sollten wir dann „unseren“ Pinguin wiederfinden. Davon haben wir dann die Namen Sissi, Lolek oder Pünktchen zu unseren beobachteten Pinguinen erfahren und gelernt, dass die Punktemuster auf dem Bauch die „Fingerabdrücke“ der Pinguine sind.

Danach hat sich Alexa vorgestellt und wir haben auf der großen Landkarte gesehen, wo ihre Artgenossen leben. Außerdem durften wir uns auf der Karte als Reiseort eintragen.

Die Gruppenarbeit war dann eher wie Schule, weil wir noch mehr zu den Bedingungen der Humboldtpinguine durchlesen und erarbeiten sollten. Die Vorstellung der Erarbeitung vor den anderen war dann der Abschluss für den 10.05.

Als wir uns das nächste Mal am 24.05.2011 getroffen haben, hat Doris mit einem Quiz gleich erstmal kontrolliert, was wir uns vom letzten Mal gemerkt haben. Fairerweise haben wir es aber auch vorher nochmal kurz besprochen. Deshalb gab es dann auch keine Verlierer bei den schlauen Fragen. Bei den Tierpark-Pinguinen ging es aber gleich weiter, indem wir unsere Pinguine vom letzten Mal wiedererkennen sollten. Das war gar nicht so einfach, wenn sie nur im Wasser schwammen und tauchten, denn so konnten wir das Punktemuster auf dem Bauch nicht sehen. Das braucht man aber, wenn man einen Pinguin vom anderen eindeutig unterscheiden will!

Als Belohnung durften wir wieder mit bei der Fütterung helfen. Und danach haben wir uns den kleinen Film zu Pepe angeschaut. Das Leben der Pinguine in Freiheit ist nicht so leicht, wie von denen im Tierpark! Es war ganz schön traurig, dass sie so vielen Gefahren ausgesetzt sind. Wir wollten gleich ganz viel für sie machen: Geld sammeln, die Postkarten verschicken und Briefe an den Staatschef von Chile. Vielleicht können wir zum Tierparkfest einen Stand zum Pinguinschutz betreuen und auch Geld sammeln. Auf jeden Fall werden wir viele Unterschriften gegen den Bau der Kraftwerke sammeln!

Wir möchten, dass es die lustigen Humboldtpinguine auch in 100 Jahren noch gibt!

Doris hat gesagt, dass sie auch ein Klimaschutzprogramm für Schulklassen erarbeiten wird, da die Erwärmung des Humboldtstromes den Pinguinen dauerhaft ihre Nahrung entziehen könnte.

Am lustigsten war das Spiel zum Abschluss! Wir sollten so wie die Pinguinmännchen ein Ei auf den Füßen balancieren und eine bestimmte Strecke damit watscheln. Wer das Ei heil 'rüber bugsiert hatte, wurde mit einem Bonbon belohnt. Allerdings wußten wir nicht, dass auch gekochte Eier dabei waren – die durften wir dann essen. Danke Alexa, dass Du bei uns zu Besuch warst und viel Glück bei Deiner Mission!"

Ich danke euch, liebe Kinder - für eure Gastfreundschaft und euer Engagement für uns Humboldtpinguine! Und ich hoffe, dass ich von meiner nächsten Station genauso viele gute Erinnerungen mitbringen werde.

Liebe Grüße

Eure Alexa

   
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