Ist das Faultier wirklich faul?


Sphenisco präsentiert Buch von Hans-Joachim Schatz

Faultier BuchLandau / Edenkoben 2. September 2013. Sphenisco e.V. gibt das Buch „Ist das Faultier wirklich faul?“ von Hans-Joachim Schatz heraus und wirbt damit auf amüsante Weise für den Artenschutz. Augenzwinkernd enthüllt der Autor diskriminierende Namensgebungen im Tierreich und macht deutlich, dass die „Krone der Schöpfung“ oft herzlich wenig von ihren Mitgeschöpfen weiß und versteht. Nicole Bertram hat den Bericht über skandalöse Namen mit viel Witz illustriert.

Tiere protestieren gegen Diskriminierung!
Hart gehen die Wortführer Schmutzgeier, Vielfraß und Faultier auf der fünften Welt-Tierkonferenz mit den Menschen ins Gericht. Ihre Namen seien allzu menschliche Projektionen. Denn nicht sie seien, wie man ihnen mit ihrem Namen unterstellt, schmutzig, faul und gefräßig, sondern die Menschen selbst. Deshalb sollten diese sich lieber an die eigene Nase fassen, als Tiere zu diskreditieren. Auch andere Tiere mit außergewöhnlichen
Namen wie „Dolchstichtaube“, „Bratpfannenwels“ oder „Tyrann“ melden sich kritisch zu
Wort. Kaum verwunderlich, dass Tiere mit solchen Namen sich beschweren, eher, dass
sie es jetzt erst tun. Sicher, „unser“ Humboldt-Pinguin ist wie andere Tiere, etwa
Rotkehlchen oder Schnabeltier, nicht betroffen, obwohl auch diese Namen nicht
unbedingt auf großer Kenntnis basieren. Was haben sich die Menschen nur dabei
gedacht, als sie Schmutzgeier, Vielfraß und Faultier einst Namen gaben, aus denen nur
Hohn, Spott und Verachtung spricht?

Bei ihrer gründlichen Recherche stoßen die beiden Mitglieder von Sphenisco auf immer
neue bisher unbekannte Namen wie „Unglückshäher“, „Lump“ oder „Palmendieb“. Als
Zaungast protokolliert Hans-Joachim Schatz in Reimen die leidenschaftlichen Reden der
Tiere auf der Konferenz. Nicole Bertram liefert mit spitzen Stiften die Bilder. Die Konferenz
endet mit einer Resolution an die Umweltschutzorganisation der Vereinten Nationen. In ihr
fordern die Tiere vehement die Änderung aller diskriminierenden Namen. Seither warten
Tiere und ihre Freunde gespannt, ob der eindringliche Appell Gehör bei den Menschen
findet.

Vorstellung des Buches
„Ist das Faultier wirklich faul?“ erscheint Anfang September im Verlag Edition Tintenfaß,
Neckarsteinach und wird von Sphenisco e.V. gemeinsam mit den Autoren am Sonntag, 8.
September um 11.00 Uhr in der Zooschule des Landauer Zoos vorgestellt. Das Buch mit
der ISBN 978-3-943052-40-4 hat 60 Seiten und kostet 14,90 Euro. Es ist beim Verlag, im
Buchhandel, bei Sphenisco bzw. dem Autor und der Illustratorin erhältlich.
Einen Teil des Erlöses stellen die Autoren Sphenisco für Projekte zum Schutz der
Humboldt-Pinguine zur Verfügung.

Autoren-Porträts
Hans-Joachim Schatz, Edenkoben, ist Grundschulrektor i.R. Mit seiner Autorenlesung
„Tiererlebnisse in fernen Ländern“ – sie steht im Zeichen von Tierliebe und Tierschutz -
ist er auf Empfehlung des Pädagogischen Zentrums Rheinland-Pfalz seit Jahren in
zahlreichen Grundschulen und weiterführenden Schulen auch außerhalb von Rheinland-
Pfalz zu Gast. Er hat zwei Hör-CDs für Kinder mit seinen persönlichen Tiererlebnissen
herausgegeben.
Nicole Bertram, Oberkirch, ist Lehrerin und ehemalige Volontärin im Humboldtpinguin-
Schutzprojekt Puñihuil / Chile. Ihr Hobby, die humorvolle Illustration, widmet sie immer
auch gerne „tierischen Anliegen“.

Verlagsadresse
Edition Tintenfaß. Neckarsteinacher Straße 7, 69239 Neckarsteinach
www.verlag-tintenfass.de
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Werner Knauf

   
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